"Wir befinden uns im Jahre 2018 n. Chr. 
Ganz Deutschland ist von den ?????? besetzt ... Ganz Deutschland?    Nein! Ein von Unbeugsamen bevölkertes Dorf  hört nicht auf, dem Eindringling  Widerstand zu leisten"


Kleinensee - das Dorf an der  (ehemaligen) Grenze !

 
 

Urkunden

 

 Gerstunger Gerichtsgrenze [um 1450]

 

Vom zirck und anwandtung des gerichts Gerstungen. Item das gericht zu Gerstungen

besleust das gericht zu Heringen mit dem landtscheid ein sich, dan Gerstunger anwande gebet und Creutzperger anwande und Fridewalder anwande uf der Lauffenet (200) von dem grunde uf, der von der Werre angehet,das wendet Heymeltshauser feldt den berch hinan uber die Herpff zu Fronhausen zu, zwuschen Herpf und Etzenroide mitten uber die hohe, genant das Honrot, hinter dem Schwarzenberge stost uf Herpff und Buchendorff, durch den Sulingswaldt hinter der Hardt uber hinter dem Leonberg (137) hin biß zu den Horden. Das ist mitten uf dem Sulingswaldt, uf dem Lochstein uber Honbach. Dan hinter Honbach an der alten Landrweher (79) ader biß in die Slege (75) zwuschen Sulingssehe und Honbach. 

 

 

8. Grenzzug des Amtes Friedewald 1537

Anno eyntausendt fünfhundert dreissig sieben haben die nachbenanten bey gethanem aydt die gränitz des Siielingswaldts angezaigt, wieman hernach zusehen findt, nemblich Hans Hutzell sechtzig jar alt und Hanns Blanckenbach auch sechtzig jar alt, beede wonhaft zu Wittershawsen, seindt auch doselbst von jugendt uffgezogen, item Herman Reiss sechtzig jar alt, Hans Hellesechtzig drei jar alt, Hans Bernhardt sechtzig zwei jar alt, wonhaftig zu Heringen.

 

Die obgemelten menner haben eintrechtig angezaigt, das des Söelingswaldts gränitz zwi­schen Heinbach und dem dorf Seulingssee an der alten landtwheer und straß doselbst angehe, zwischen dem churfürsten und dem landtgraven etc. nach dem dorf Grossensee, zwischen gemeltem dorf und unsers g.f. und herrn etc. see, doselbsthin nach dem dorf Cleinensee, und durch Cleinensee hin uff die landtwheer, fortan nach der Marpach (195), die Marpach hinnab biß in die Wherra zwischen Wittershausen und Demershausen, und was uff die rechte handt gelegen, steet mit aller fürstlichen obrigkhait unserm g.fürsten und herrn dem landtgraven zu. Forthan über die Wherra zwischen den beden Vischers wyesen hin über die Hornsperger wiesen auf nepiens nottdiges zwischen der Hornsperger wiesen und deren von Wittershausen lehen hin biß uff die landtwheer (204), so von Egelsdorf herabher geet, furter zwischen der Demerßheuser wiesen und den Bornischen guetern (205), further uff das wasser, das von Dieppach herabher fleust, und im wasser hinan biß im Seullgrundt (206).

Karte mit Nummerierung der Grenzsteine

 

Item, sie berichten darneben, das wasser habe vorzeiten, do jetzt Steffan Zincken hauß steet, hingangen, und do das wasser seinen jetzigen gang bekkommen, seye beruerts Steffans hauß auf den scheidt gesetzt. Further den Sewllgrundt hinan biß in das Gerttenthal (207), das Gerthenthal hinab nach der Geltgrueben (208), von der Gelttgrueben nach den Todten­bewmen (209),further nach dem Settigs Creutz (210), auf den Huebelsbergk (196), further uff den Diebspfad, hinfur biß uff den Steinbergk (197), von dem Steinbergk furt an biss ghen Hoemeltshausen biß in die Wherra hinein etc.

 

Item berichten verrer, das die Birgkleidt (213), so vom closter Creutzbergk herabher gelegen, so weit es dalbengig ist, solle ins ampt Fach, und was nitt dalhengig ist, gehore zum Seulingswalde etc.

 

 

12. Hessische Anspruchsgrenze bei Großensee  [1335]

 

Wie der voigt zu Fridtwaldt, Peter Boinbergk, und Baltzer Schmer, furster zu Heringen, berichtet worden und mir Syman Bingen gewiessen. So soll die grenitz zwischen dem fürstenthumb Hessen und den fursten zu Sachsen uf der seiten nach dem Seulings Sehe zu gehen wie voigt: Under dem dorf Hoenbach, so meins g. f. und bern zu Hessen ist, stehet ein eich an der landstrassen, die heist die Scheidt Aich (SO), biss uff dieselb eych hab Hessen zu geleiten, von derselbigen eychen an betten die bern zu Sachsen das geleidt uff das dorf Grossen Sehe.

Zwischen der Scheide Eychen und Grossen Sehe stehet noch ein eych neben der land­strassen, ist halb abgehawen, genant die Stumpf oder KromEiche, biss uff dieselb KromEyche gehe die landtgrenitz und gehe darnach furter vonmalen zu malen wie volgt:

Bey diesser Krommen Eychen an, einen graben hinein, genanntder Elteich (190),

 

itzo ein alt verfallen mulwerck innen ligt, biss uff den Sulings Sehe. Zwuschen den zeunen, so vor dem dorf Grossen Sehe gemacht, und zwischen demseN. herumb biß an das dorf Cleinen Sehe da gebet auß demselben dorf ein wegk noch den Seulings Sehe.

Denselben wegk vor Cuntzen Metzen hauß uber (wildi hauß uff hessischem bode: gebawet, auch Hessen dienet, zinset und fur sein oberkeit erkennet) hinauss durch Michel Wolff s hove und garten welcher gart und hof Hessen auch zinßpar ist, dienet und fur sein oberkait erkenth.

Doselbst hinter fehet sich ein landtwehr (110) an, die gebet(wiewoll sie zum theil is außgerottet und man noch teglich die streuch und beum darauß heuer) biß an einen on genant die Marpach (195), darbey ein heilgenstock stehet. Furter die Marpach hinein bit in das wasser die Werra.

Jenseit der Werra soll die landwehr wieder angehen, sichstrecken biß uffs dorf Dippach. auch ander mehr ort ein langen wegk hinauß,wilchs aber ich nicht gesehen, vernem aur nicht, das dießer zeit doselbst streidt sey umb die grenitz

Nun wollen die Sachsischen uber die Marpach ein seher langenwegk hinauß, den Roden wegk hinan biss an die Wolffs-Kauten (do der Etzenredergrab aussleuft) sich des geleidts anmassen.

Die Sachsischen wollen villicht, das die landtgrenitz von der Scheidt Eychen, ein thal hinauf nach der Wolffsgruben und doselbst furter uff den ruck den alten wegk hinauß biß uber den Hornßbergk (202) lauffen soll,wilchs man inen nicht gestehet, sondern ist ver­mutlich, und gibts der augenschein, das die vorbemelte grenitz muss die landtgrenitz sein

 

 

23. Aus dem Grenzzug des Amtes Friedewald   1659 Mai 16 - 18

 

...bey der Ludtwigsaw ahn dem alten Mühlengraben(111), alwo deren im ampt Hirsch­feldt gelegenen dorfschaft Reigloß feldtmarck sich endet und der heßen-rotenburgischen dorfschaft Mecklar ahnhebt, der anfanggemacht worden... [des amtes Friedewald] gränzte die Fulda hinnunter und derenlauf nach,..... seint wir unter Breydenbach durch die Fulda und forters nachdem stock zu, welcher bey dem außflus des waßers, so von Wittenrode  kombt und die Qlffenmühle treibt,stehet und mit einer daran gemachten höltzern handt die gräntze in die Fuldahinauf weiset, gangen.

 

Aus der Fulda nun gehet die gräntze in dießem waßeroder bach hinauf zu der Qlffen­mühlen, forters selbem Bus nach durch Wittenrodtund so ferners auf und durch Ronßhaußen; diß waßer oder bach bey Ronßhaußen, soFriedewalt und Rotenburg scheidet, haben beyde theile zu fischen. ... und rittenwir forters dem alten waßerlauf nach, welcher die gräntze durch den Ronßhäußerteich führet, aus welchem das waßer hinnauf zu dem alten brücklein jegen Mittelwinde über, forters etwas zur lincken handt in einem alten griiblin durch die wiesen hinnauf zu dem 1.ten gräntzstein, welcher über dem alten waßerlauf stehet. Von dannen gehet die gräntze gerade hinnauf vor dem Mackeroder grunde hin in der wiesen, woselbst unter dem brunnen vor Mittelwinde der 2te Stein stehet. Von dar in dem grundt hinnauf auf Georg Hornickel forsters zu Hönebach acker der 3te stein, so fort über die triesche den Spieß hinab der 4te. Forters hinnab nach der alten landtstraße, worin der 5te. In derselben fort nech steinem gesträuche, wo da bevor eine hainbuche gestanden, der 6te stein undt entlich jegen der Scheidteichen (80) über nechst einem bierenbaum der 7te stein zu finden ist, welcher letzte ein dreyeckichter stein ist, so die ämpter Gerstungen, Fridewalt und Rotenburg scheidet, alßo daß alhier die Fridewäldische gräntze zwischen Rotenburg sich enden, und hinjegen mit Sachßen, nemblich dem ampt Gerstungen anfangen.

 

Und stehet der erste stein zwischen Sachßen und Heßen nechstdem orte an der Höne­bacher landtstraßen, wo hiebevor die umbgefallene scheidteiche gestanden.

.... und ist der erstesteine rechts dem ort, wo die Scheidteiche gestanden, zu finden und Sachsischem und Heßischem wapen gezeichnet.

Nota: Von diesem ersten stein in der gruben hierauf ritten wir gerade in demselben hinnauf, die Siichsische aber gingen etwas zurrechten handt nach dem Schifferberge (192) hinnein und kahmen beym andernstein, so ober dem Göppelßgraben (193) steher, wider zu uns auf unßere gräntze,vorgebende, daß anno 1595 die gräntze von ihnen alßo wehre bezogen worden,worvon wir aber keine wißenschaft gehabt, sondern darjegen protestirt und aufmehr besagten in anno 1562 zwischen beyden fürstlichen haußern Sachßen und Heßen getroffenen vertrag bezihente, gestalt sie dan selbst gestehen müßen, daß indem Suffichs­berge ein stück gehöltzung der gruben zur rechten handt, welche sie in die Sachsische gräntz miteinziehen wollen, dabevor gehöltz zu den Allendorfer scheidtflößen von Friedewalt aus wehre gehauen worden. ...

 

Der zweyte stein nun stehet über dem Göpelsgraben unterm rein an der Gruntlosen Gruben (194). Dießem nach folget der tritte stein, ist etwas hoch, beym Rothen Stein genant wie auch der vierte aufm newen wege nach der Wolfsgruben. Der funfte ist ein hoher stein. stehet auf der Wolfsgruben, der sechste ahn selbigem wege fort hinter der Hainkoppen. Der siebente vorm Rothenstein oder Sawhecken genant. Der 8te am langen rücken des Hermeßberges bey dem Didischen Grunde. Der neunte oben auf dem Hermeßberge. Der zehente im wege auf dem Thimeßthal. Der eilfte in der Dämerßhäußer gemeindte auf derplatten. Der dreyzehente am Hornßberge (202) bey der Steinichten Höhlen.

 

Der 14te stein stehet an der Hornßkoppen (202), ist einhoher stein, der fünfzehende in der Dellen, der sechtzehende auf der Hornßkoppen, der 17te vor der Eichlieden, der acht­zehende am Lerchsbanck(201), der 19te ahn Trömper Crommes acker zue Diimerßhaußen, zum zwantzigstenim Marpachsgraben (195) zwey steine jegeneinander über, zum einund­zwanzigstenahn der Werra zwischen Widderßhaußen undt Dämerßhaußen, haben zwer steine jegeneinander über gestanden, deren einer in die Werra gesuncken.

Auf jenseit der Werra, alwo das gesambte Hauß Breidenbach ängräntzet, erwartete unßcr der hell. amptsvogt von Bercka, her Johan Henrieh Waltenberger, und als wir zu Dämerß­haußen übergangen und zu ihm auf jenseitkommen, zeigte er den anfang der gräntze zwi­schen Fridewalt und dem Hauß Breidenbach, nemblich auf der ecken an der Werra, woselbst der erste stein stehet; nicht weit von demselben haben der zweyte und dritte gestanden.

Der vierte stein stehet auf der wiesen im Widich ahn einem weidenbaum, der fünfte folge:

zur lineken handt in der wiesen, der sechste beßer fort, der siebente ahn der Schliffet Wiesen ohnfern des Diedischen hopfengartens, der 8tehinter der dornhecken, der neunte und zehente auf der Lachen, der 11te, 12te, 13te und 14te kurtz nacheinander auf der Widder­hiiußer Lebe, der 15te bey der Dieffen Kautten, woselbst heßisch Dippäch anfangt, zwischen der alten wiesen und dem Elfstrauch, der sechzehende am graben nacher der Grünen Wiesen Dippachs, der 17te auf der juncker huetweide, der achtzehnte gleichfalls auf der huedtweid am Kleehecken, der 19te, 20te und einundzwanzigste folgen auf dem Sande nacheinander, der 22te und 23te ist ein Meiner und ein großer, stehen beysammen auf Zieklers landt, der 24te folget im Sandt am wege.

Von hier ritten wir mit denen Sächsischen uff gesambten kosten zum nachtlager nachen Berck und continuierten des andern morgens unßern gtäntzzuck vom 25ten stein,welcher hinter dem Thiergatten am wege stehet, der 26te hinter dem baumgarten,der 28te in der hecken, der 29te im baumgarten, der 30te aufm wiedumb am Heringer pfatlandt, der 31 te am Wengengraben bey den bierbäumen, der 32te im Wengengraben am Heringer pfarlandt. der 33te am Wengengraben beym zielbaum, der 34te hinter dem zielbaum zwischen zwev wegen, der 35te ahn dem gemeinen baum, der 36te unter den Sawlieden am pfade, der 37te unter der Sawlieden im graben vorm Gillenbaum, der 38te unter dem gemeinen holtz. nacher Dippach gehörig, zur linckten handt, der 39te unter der Treschlieden, der 40te gleich­fals, ist einstumpf, der 41te vor dem Gärtensgraben, der 42te vorm Axvelßberge (196) der 43te unter dem Bergschen Rhein, der 44te gleichfalls zur lincken handt, der 45te in:

Sawgrunt vorm Awelßgraben, der 46te ist ein großer und Meiner beysammen im Auwelß­graben vor den Apteroder wiesen, der 47te hinter dem Sawgrundte (206) ahn der Langen Wiesen neben der Apteroder untersten deich, der 48te und 49te vor dem Bergischenberge. der 50te vorm Bergischenberge über der Dellen vorm Awclßberge, der 51te am Bergischen wege vorm Awelßberge, der 52te ahn den Zehen Äckern an der trift, der 53te über den Zehen Äckern, der 54te am1-Iorschlieder wege, der 55te auf den Zehen Äckern am Horsci -liederwege,der .56te ulf den Zehen Äckern am deich, der 57te forn ahn im Häbelgraben beym Apteroder Grubgraben, der 58te im Häbelgraben am Gosperoder steig, der 59te im Häbelgraben bey der Untersten Dellen, der 60te über der Unterdesten Dellen, der 61te in fünf geschnittelten bäumen.

Nota:  Aihierliegt zur rechten seiten das Vitzeröder gehöltz, aus welchem Hellen die iagtsfolge auf Sachßen herbracht und jederzeit exerciret, inmaßen dan den Sachsisdien die folge auf Hellen gleicher gestalt gestattet wirt.