"Wir befinden uns im Jahre 2018 n. Chr. 
Ganz Deutschland ist von den ?????? besetzt ... Ganz Deutschland?    Nein! Ein von Unbeugsamen bevölkertes Dorf  hört nicht auf, dem Eindringling  Widerstand zu leisten"


Kleinensee - das Dorf an der  (ehemaligen) Grenze !

 
 

Chronik der Gemeinde Kleinensee 

Der heutige Ort Kleinensee, ein Stadtteil von Heringen, wurde erstmals als "Cleinensehe" im Jahre 1579 im Rotenburger Salbuch Güterverzeichnis erwähnt.


1413

Der Säulingssee, zwischen den Orten Großensee und Kleinensee gelegen, kam durch Kauf des Gerichtes Wildeck zusammen mit Hönebach 1413 an den hessischen Landgrafen. Der See bildete eine Enklave im thüringisch-sächsischen Territorium.

Eine alte Postkarte von Kleinensee

Seinen Namen soll der Ort von einem in der Nähe gelegenen See, früher der "Cleinensee", jetzt "Seulingssee" genannt, erhalten haben. Dieser See, der etwa 100 Acker groß war, ist im Jahre 1704 durch Anlegung eines Stollens zum größten Teil ausgetrocknet worden. Damals war der See - so ist es zumindest überliefert- sehr reichhaltig an Karpfen und Hechten gewesen. Die Einwohner lebten zu dieser Zeit daher überwiegend von der Fischerei.



1437

Die erste Erwähnung über dieses Gut fand man in einem Schreiben, das 1437 Margarete von Heringen an die Kreuzberger Äbtissin richtete. Sie schrieb, dass sie ihr ererbtes Gut am See, Hopfenberg genannt, ihrem Schwager Kurt von Romerode, der 1437 in Wenigentaft lebte, erblich verkauft habe. Zuvor sei dieses Gut schon an die Romerod zu Wildecke (also vor 1413 !) teilweise versetzt gewesen.

"Cleinensehe" gehörte im 15. Jahrhundert zum Gerstengau und ab 1525 zum sächsischen Amt Gerstungen. 

1525

Kleinensee gehört zum sächsischen Amt Gerstungen#

1562

Im Grenzregelungsvertrag zwischen Hessen und Thüringen-Sachsen im Jahre 1562 erhielt der Landgraf die Gerichtsbarkeit über den See und zwei „Vischers Heusern zum kleinen Sehe“ zugestanden. Das Gut, aus dem sich das Dorf entwickelte, gehörte zum Amt Gerstungen. 

1593

 war Christoph von Boyneburg Gutsbesitzer.

1733

Durch den Haus-Breitenbacher- Vertrag von 1733 (Teilung des Samtamtes Hausbreitenbach vom 1.Juli 1733) kam Kleinensee dann durch Tausch zum Amt Friedewald nach Kurhessen.

1736

1736 hatte dort die Familie von Vulteus Besitzrechte
 

Auf einer Anhöhe am Ufer lag das Gut „Am Hopfenberg“. Heute ist es neben der Kirche Mittelpunkt des Stadtteiles Kleinensee.



  

Es ist anzunehmen, dass das Gut die erste Ansiedlung darstellte. Nach alten Aufzeichnungen war das Gut in Kleinensee ein Lehensgut, zu dem ein Grossteil der Ländereien in der Gemarkung und etwa 100 Morgen Wald gehörten.

Gemälde des Gutshofes

Noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Einwohner von Kleinensee dem Gutsherrn dienstverpflichtet.

Seit der frühen Neuzeit sind die Straßen von Frankfurt (meist über Eisenach-Erfurt) nach Leipzig überliefert. Landgraf Philipp der Großmütige und sein Sohn Wilhelm von Hessen-Kassel wollen nämlich -angeregt 1556 durch ein Sachsen-Weimarer Ersuchen das Geleit von den .‚kurzen Hessen“ über Berka Hersfeld fortlegen und den schweren Lastenverkehr, der zu den Messen führte, allein auf die „langen Hessen“ beschränken. Diese gingen zwar gleichfalls von Eisenach aus, zogen aber durch Creuzburg und weiter nördlich über Waldkappel oder gar Walburg auf Homberg/Efze.

 

Dagegen zielte die eigentliche Hauptader der von Leipzig kurz durch Hessen nach Frankfurt verlaufenden Fernwege durch Obersuhl oder nördlich an Dankmarshausen vorbei jeweils am Rande des versumpften Senkungsgebietes der „Rhädern“ zur Steinhäuser Mühle und weiter durch Großensee nach Hönebach, wo sich der Ver­kehr nach Hersfeld hin erneut teilte. Doch vereinigte sich im Norden von Hönebach am Waldrand beim „Spieß“ zusätzlich ein von Großensee über den Heiligenberg heraufsteigender Zweig mit einem nördlichen, ab Raßdorf bezeugten Straßenzug; er führte wohl schon von Gerstungen Untersuhl, sicherlich aber von Berka aus Verkehr über Obersuhl heran. Obendrein macht auch der von Dankmarshausen südlich Kleinensee vorüberziehende „Neue“ oder „Rote Weg“ (nach Friede­wald), der noch 1535 bis zur ‚Wolfskaute“ (Höhe 403,7) fürs sächsische Geleit be­ansprucht wurde, einen etwas älteren Eindruck. So könnten die beiderseitigen Landesherrn etwa nach 1413, als Hessen mit Burg Wildeck Hönebach erwarb, zeitweise einen Straßenzwang zu Gunsten der Mittelstrecke über das vermutliche Steinhaus bis in den Hönebacher Sattel ausgeübt haben; das würde vielleicht die Vielzahl der überlieferten Straßen in diesem unübersichtlichen Grenzbezirk erklären.

 

 

Ausschnitt einer Karte aus dem 16. Jahrhundert (Museum Gerstungen - Kopie einer Karte des Hessischen Staatsarchive Marburg)

 

 

Die alte, heute weitgehend von der Autobahn begleitete Höhenstraße im Zuge der „kurzen Hessen“ erklomm den Krapfberg hinauf strack den Rücken des großen land­gräflichen Jagdforstes Seulingswald, zog dort am „Zollstock“ wie am berühmten „Nadelöhr“ (nahe einer damaligen Einsiedelei) vorüber und verzweigte sich oberhalb des Burgfleckens Friedewald, der unmittelbar an der Werra-Fuldascheide liegt.­

 

1401 gehörten zu dem Gericht Friedewald die Dörfer Friedewald, Ausbach und Herfa sowie die Wüstungen Richolferode, Weißenborn und Wundorf. Von diesen bildete Ausbach zu Ende des 15. Jahrhunderts vorübergehend ein eigenes Gericht, bald nach 1647 wurde es an das Amt Landeck abgegeben. Im 16.Jahrhundert traten hinzu Lautenbach und die Höfe Ober-Neurode und Weisenborn1700 die von Hugenotten gegründete Ansiedlung Gethsemane. Diese sieben Orte bildeten das Oberamt Friedewald, während das Gericht Heringen mit Widdershausen, Wölfers­hausen, Vitzeroda, Lengers und den Höfen Leimbach, Abteroda, Gasteroda, Bengen­dorf, dazu mit dem 1733 im Austausch von Sachsen-Weimar an Hessen überlassenen Dorf Kleinensee des sächsischen Amtes Gerstungen und dem nach dem Dorfbuch von 1747 neugegründeten Hof Füllerode das Unteramt Friedewald. Außerdem mußten diejenigen Dippacher, die die bereits 1432 zum Gericht Heringen zäh­lende Wüstung Buren bei Widdershausen innehatten, ferner die Inhaber der Wüstung Geidenstadt aus Heimboldshausen und Harnrode an das Heringer Gericht gehen. In dieser Gestalt blieb das Amt Friedewald bestehen bis zum Jahre 1815. Auf dem Wiener Kongreß verpflichtete sich der Kurfürst von Hessen, an den Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach neben anderen Distrikten und Ortschaften die zum Amt Friedewald gehörigen Orte Dippach, Gasteroda, Vitzeroda und Abteroda abzu­treten. Nach einem kurfürstlich-hessischen Patent vom 31. Januar 1816 wurden die genannten Orte abgegeben.

1821

Im Jahre 1821, als in Hessen die preußische Kreis­einteilung eingeführt wurde, lösten sich endgültig die Beziehungen Friedewalds zu Rotenburg. Nach einer kurhessischen Verordnung vom 30. August 1821 wurde das alte Amt Friedewald mit dem Amt Landeck zu einem großen Amt Friedewald ver­einigt, bestehend aus Friedewald, Hof Faßdorf, Hof Weisenborn, der Heiligenmühle, Rothenmühle, Ziebachsmühle, Ausbach, Bengendorf, Konrode, Dinkelrode, Gethse­mane, Harnrode, Hof Geidenstadt, Heimboldshausen, Herfa, Heringen, Hof Füllerode, Hillartshausen mit Hahnmühle, Hilmes, Kleinensee, Kohlhausen, Landers­hausen, Lampertsfeld, Lautenhausen, Oberneurode, Rohlingsmühle, Leimbach, Len­gers, Malkomes, Motzfeld, Nippe, Oberlengsfeld, Philippsthal-Kreuzberg, Ransbach, Rimmerode, Röhrigshöfe, Schenklengsfeld, Schenksolz, Thalhausen, Unterneurode, Wehrshausen, Widdershausen, Wölfershausen und Wüstefeld. Es gehörte seit diesem Jahr zum Kreis Hersfeld und war der hessischen Provinz Fulda zugeteilt.

 

Ohne Zweifel gehörte Süß ehemals, d. h. noch am Anfang des 14. Jahrhunderts, zum Amt Wildeck. Als nun dieses 1413 an Hessen und das fuldische Gebiet um Gerstungen 1402 an Thüringen kamen, wurde eine Auseinandersetzung für die fuldischen Erben unumgänglich. Nach den ältesten urkundlichen Nachrichten, die oben zusammengestellt wurden, ergab es sich, daß ein großer Teil des Dorfes Süß in den Händen der Trott war. Die frühesten sächsischen Ansprüche konnten für das Ende des 15. Jahrhunderts festgestellt werden. Ob auf Grund der Tatsache, daß das Dorf Süß bis 1733 dauernd vom sächsischen Amt Gerstungen behauptet wurde, das größere Recht auf sächsischer Seite zu suchen ist, bleibe dahingestellt. Jedenfalls scheint es so, als ob die Trott, ehe sie und der Landgraf als ihr Lehnsherr eingreifen konnten, ohne Anwendung offener Gewalt verdrängt wurden, ein Verfahren, das die mittelalterlichen Herrschaften zur Erweiterung ihrer Territorien allgemein an­wandten.Die sächsische Anspruchsgrenze von 1543 verfolgte dasselbe Ziel, indem sie den östlichen Teil des Trottenwaldes, der sich im Süden an die Gemarkung des Dorfes Süß anschließt, durch den Grenzzug Röd (180) Dornhecke(115) von dem Trottenbezirk abriegelte.

Ausschnitt einer Karte um 1750 - HSTAM, PII 15714 Archiv Marburg

 


Bis ins 19. Jahrhundert waren die Einwohner von Kleinensee in der Hauptsache auf die Erträge ihrer kleinen Landwirtschaften angewiesen. Großvieh wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts nur als Zugvieh gehalten. Schafzucht wurde in geringem Umfang und Schweinezucht nur ganz vereinzelt betrieben. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Gemeinde eine Brauerei, deren Bier auch in den umliegenden Ortschaften verkauft wurde. Auf dem Gut selbst wurde seinerzeit eine Branntweinbrennerei betrieben.


1866

Im Sommer 1866 mündeten die Auseinandersetzungen zwischen Preußen und Österreich, die vordergründig über die gemeinsame Verwaltung Schleswig-Holsteins geführt wurden, im Krieg. Hessen-Kassel versuchte in dieser Situation zwischen den Großmächten zu lavieren und eine Position der bewaffneten Neutralität einzunehmen, der Kurfürst Friedrich Wilhelm neigte dabei stärker Österreich zu. Preußen stellte ihm daraufhin am 15. Juni ein Ultimatum, wenn er nicht auf die Seite der norddeutschen Führungsmacht träte. Da die Entscheidung für die Rückkehr zur Neutralität und gegen die Bundesmobilisierung fiel, marschierten ab dem 16. Juni preußische Truppen aus der Exklave Wetzlar in das Kurfürstentum ein und besetzten drei Tage später Kassel. Der Kurfürst wurde gefangengesetzt und sein Land am 28. Juni einem Militär-Gouverneur unterstellt. Einen Monat später wurde der Krieg durch den Vorfrieden von Nikolsburg beendet, am 17. August kündigte Bismarck im preußischen Landtag die Annexion des Kurfürstentums Hessen, des Herzogtums Nassau, der Freien Reichsstadt Frankfurt und des Königreichs Hannover an. Im Annexionsgesetz vom 20. September, das dem Annexionspatent vom 3. Oktober voranging, wurde bestimmt, dass die preußische Verfassung in den neuen Landesteilen zum 1. Oktober 1867 eingeführt werde. Bis dahin regierte Preußen auf dem Verordnungsweg. Somit wurde die Marburger Universität in einer Übergangszeit vom Sommer 1866 bis zum Oktober 1867 preußisch.

Übernommen aus: https://www.uni-marburg.de/uniarchiv/streiflichter1/preussenstart


Kleinensee gehört nun zum Königreich Preußen


1871

Außer dem Verkauf weniger landwirtschaftlicher Erzeugnisse fand um diese Zeit kein nennenswerter Handel statt. 

Da zusätzliche Erwerbsquellen in der näheren Umgebung nicht vorhanden waren, suchten bis zur Jahrhundertwende (1900) viele Einwohner zusätzlichen Verdienst in weiteren Gebieten. Insbesondere sind hierzu erwähnen die Zuckerfabriken in der Magdeburger Gegend und die Ziegeleien in Kassel. 

Auch sind in dieser Zeit viele Einwohner von Kleinensee ausgewandert.

Industrialisierung

Eine Änderung trat erst nach 1900 ein, als man mit der Erschließung und Nutzung der Kalilagerstätten im Werratal begann. Bei der Abteufung der Kalischächte in Heringen, Herfa, Springen und Alexandershall fanden viele Einwohner Kleinensees Beschäftigung. Die Arbeitszeit betrug seinerzeit zumeist 12 Stunden täglich,wobei der Weg zur Arbeit noch zu Fuß zurückgelegt werden musste.
 


Wasser & Strom

1912

Im Jahre 1912 wurde das Wasserwerk in Kleinensee errichtet. Die Quelle befindet sich - auch heute noch- in der Gemarkung Großensee (Thüringen), Kurz nach dem 1. Weltkrieg wurde die Gemeinde Kleinensee an das elektrische Stromnetz angeschlossen.


1926

Der letzte Besitzer des Gutes verkaufte dieses 1926 an die Gemeinde, die im Erdgeschoss Schulräume einrichtet.


1930

Da der 1704 verlegte Stollen nicht das gesamte Wasser aus dem Seulingssee ableiten konnte, begann im Herbst 1930 das Domänen-Rentamt in Rotenburg/Fulda mit der Trockenlegung des Seegeländes. Hierzu wurde eine etwa 1 km lange Rohrleitung (70 cm Ø) zum Teil bis zu 7 m tief verlegt.


 

 

 

 

1944

4.Dezember 1944    Bomben auf Kleinensee

Berichte auf Unterseite



Die Jahre nach 1945 stellten die Gemeinde Kleinensee plötzlich vor eine Reihe schwieriger Probleme. Entsprechend seiner geographischen Lage war Kleinensee überwiegend nach Thüringen orientiert. Auch die Zufahrtsstraßen nach Kleinensee führten über Großensee und Dankmarshausen, beides in Thüringen gelegene Gemeinden. 

Kleinensee stellte mit den übrigen Gemeinden nicht nur eine wirtschaftliche Einheit dar, sondern es bestanden auch viele verwandtschaftliche Beziehungen. Dass die Verwaltungsgrenzen zwischen Thüringen und Preußen, die gar nicht mehr als Grenzen empfunden wurden, plötzlich nach 1945 wirklich wieder eine Grenze werden sollten,  wollte man zunächst gar nicht wahrhaben.

Grenzziehung

Konnten bis 1952 durch sogenannte Grenzübertrittsscheine die härtesten Folgen noch gemildert werden, war dann im Mai 1952 die Grenze endgültig.

Durch die Sperrung der Zonengrenze oder innerdeutschen Grenze verloren die Kleinenseer Landwirte über 20 Hektar Land. Und viele enge Beziehungen, Kontakte und Familienbande wurden rigoros und brutal zerschnitten.


Die Mauer

Der Aufbruch

In diesen Monaten kamen viele Flüchtlinge aus Großensee und Dankmarshausen nach Kleinensee, die z.T. heute noch hier leben. Nach der Sperrung der Zufahrtswege, die durch den sowjetischen Sektor führten, musste der unausgebaute Holzabfahrweg über den Seulingswald provisorisch ausgebaut werden. Des weiteren wurde ein Linienverkehr nach Heringen und zum Bahnhof Hönebach eingerichtet. Auch eine Stromleitung von Hönebach kommend musste schnellstens errichtet werden. Eine neue Pumpstation und ein Wasserhochbehälter sowie eine neue Kanalisation wurden in diesen Jahren ebenfalls gebaut. Im August 1953 wurde schließlich ein neues Feuerwehrgerätehaus fertiggestellt.

Nach Baubeginn 1957 wurde im Januar 1959 die neue Schule eingeweiht, die im Jahre 1975 zum neuen Dorfgemeinschaftshaus (DGH) von Kleinensee umgebaut bzw. erweitert wurde.

Neben dem auf der Höhe des Seulingswaldes stehenden alten Jagdhauses "Bodesruh" und in der Nähe des Mahnmals erbaute die Gemeinde 1959 ein Ausflugslokal, das jetzige Gasthaus Bodesruh.



In den Jahren 1961 bis 1963 wurde die neue Straße von Kleinensee nach Bodesruh gebaut, die die überforderte provisorische Zufahrtsstraße ablöste.

Einweihung des Feuerwehrgerätehauses

 

Eingemeindung

Beginnend mit dem Jahr 1968 fanden größere kommunalpolitische Einschnitte statt. Die letzten Schulkinder verließen in den folgenden Jahren die Kleinenseer Schule, die dann wie bereits erwähnt, zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wurde.

Die Eingemeindung nach Heringen erfolgte im Jahr 1972, der sich 1972 die Verleihung der Stadtrechte an die Kommune Heringen (Werra) anschloss.

Im Jahr 1986 wurden im ehemaligen Seegebiet Feuchtbiotope angelegt und der Seulingssee wurde zum Naturschutzgebiet ernannt.

Die Einwohnerentwicklung ist in diesen Jahren rückläufig, dies hat viele Gründe. Neben einer verkehrsungünstigen Lage, wenigen Arbeitsplätzen und einem schlechten Freizeitangebot, lebt und fällt in Kleinensee - wie in anderen Gemeinden der Region auch - fast alles mit dem Kalibergbau.

Jahr

Einwohner

1841

374

1933

514

1946

663

1950

709

1961

826

1972

800

1980

708

1987

700

1994

714

1995

703

1996

668

1997

661

1998

655

1999

726

1989 - Die Wende

Erst die Grenzöffnung am 16.12.1989 bringt auch für Kleinensee die Wende.


1989


Grenzöffnung

Neben der Wiederherstellung der alten Straßenverbindungen ergeben sich schlagartig neue Perspektiven für den Ort. So ist es wieder lukrativ, in Kleinensee zu bauen; sogar ein Neubaugebiet wird erschlossen und in relativ kurzer Zeit wächst der Ort dichter an das benachbarte Großensee (Thüringen) heran.

Die schulpflichtigen Kinder gehen fortan in die Grundschule nach Hönebach. 

Ihren weiteren Schulweg absolvieren sie entweder in Heringen, Obersuhl oder Gerstungen.

1991


1991 erhält der Ort ein neues Feuerwehrauto mit integriertem 600l-Tank.


1998

Im Jahr 1998 wird ein neuer Wasserhochbehälter in Betrieb genommen, der die Trink- und Löschwasserversorgung des Ortes wesentlich verbessert.